Kurze, ehrliche Antworten auf die häufigsten Fragen rund um natives Olivenöl extra – vom Einkauf über die Lagerung bis in die Küche.
„Natives Olivenöl extra“ ist die höchste der gesetzlich festgelegten Güteklassen für Olivenöl in der EU. Das Öl wird ausschließlich mechanisch aus Oliven gewonnen – ohne Hitze und ohne chemische Behandlung. Es muss im Labor bestimmte Grenzwerte einhalten (unter anderem höchstens 0,8 % freie Säure) und bei einer amtlich anerkannten Verkostung ohne Geschmacksfehler und mit erkennbarer Fruchtigkeit bewertet werden.
Darunter folgen die Güteklassen „natives Olivenöl“ und „Olivenöl – enthält ausschließlich raffinierte Olivenöle und native Olivenöle“. Alle unsere Olivenöle sind native Olivenöle extra.
Beide Begriffe sind in der EU genau geregelt und bedeuten, dass das Öl bei höchstens 27 °C gewonnen wurde. Der Unterschied liegt in der Technik:
Unsere Öle werden in einer modernen Anlage mit Dekanter hergestellt und sind deshalb korrekt als „kalt extrahiert“ bezeichnet. Wie das genau abläuft, zeigen wir auf der Seite Herstellung.
Das hängt vom Salat ab. Für zarte Blattsalate, Tomaten mit Mozzarella oder Carpaccio passt ein mildes, rundes Öl wie unser Bio Olivenöl. Kräftige Salate mit Rucola, Radicchio, Bohnen oder Erdäpfeln vertragen ein frischeres Öl mit grünen Noten und etwas Schärfe – etwa Primo Fiore aus der Sorte Nocellara dell’Etna. Ein guter Grundsatz: Das Öl soll zum Gericht passen und es nicht überdecken.
Ja. Natives Olivenöl extra eignet sich gut zum Anbraten, Schmoren und für Gemüse aus dem Ofen – in der sizilianischen Küche ist das Alltag. Wichtig ist, das Öl nicht so stark zu erhitzen, dass es raucht. Für sehr heißes Braten bei höchster Stufe ist ein Öl mit höherer Hitzebeständigkeit praktischer.
Für den Alltag in der Pfanne eignet sich ein ausgewogenes Öl wie unser IGP Sicilia. Zum Verfeinern nehmen Sie am besten zum Schluss einen Faden eines fruchtigen Öls direkt über das fertige Gericht.
Olivenöl mag es kühl, dunkel und gut verschlossen. Ideal ist ein Küchenschrank fern von Herd, Backofen und Fenster. Der Kühlschrank ist nicht nötig – dort kann das Öl flockig werden. Das ist harmlos und verschwindet bei Raumtemperatur wieder.
Wie lange ein ungeöffnetes Öl mindestens haltbar ist, steht auf dem Etikett (Mindesthaltbarkeitsdatum). Nach dem Öffnen verliert Olivenöl nach und nach an Frische und Aroma. Am besten schmeckt es, wenn Sie eine geöffnete Flasche innerhalb weniger Monate verbrauchen.
Bitterkeit und ein leichtes Kratzen im Hals gelten bei der offiziellen Verkostung von Olivenöl als positive Eigenschaften – neben der Fruchtigkeit. Sie entstehen vor allem, wenn die Oliven früh und noch grün geerntet und rasch verarbeitet werden. Wie stark sie ausfallen, hängt von Sorte, Erntezeit und Herstellung ab. Auf unserer Seite Olivenöl-Sorten im Vergleich sehen Sie für jedes Öl Fruchtigkeit, Bitterkeit und Schärfe auf einen Blick.
g.g.A. steht für „geschützte geografische Angabe“ (italienisch IGP – Indicazione Geografica Protetta). Das EU-Zeichen garantiert, dass das Öl aus der genannten Region stammt und nach einer festgelegten Produktspezifikation hergestellt wurde, deren Einhaltung kontrolliert wird. Bei „Sicilia g.g.A.“ werden die Oliven in Sizilien angebaut und dort zu Öl verarbeitet. Unser IGP Sicilia trägt dieses Zeichen.
Unsere Aromaöle sind Würzöle auf Basis von nativem Olivenöl extra (98 %), verfeinert mit Zitronen-, Knoblauch-, Chili- oder Trüffelaroma. Sie sind zum Verfeinern gedacht: ein paar Tropfen über Pasta, Pizza, Fisch, Gemüse oder Salat genügen. Rechtlich gelten sie nicht als „Olivenöl“, sondern als Würzöl – darum bezeichnen wir sie auch so. Zu den Aromaölen
Zum Shop →